Martinszug, Martinsfeuer und Martinslieder: Feierliche Eröffnung des Martinsfestes im Bonner Münster

4. November 2016; Reinhard Sentis (presse@katholisch-bonn.de)

Nach dem Gottesdienst zieht die Prozession in den Kreuzgang

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Begegnung im Kreuzgang Begegnung im Kreuzgang

BONN. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes mit Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher wird am Sonntag, 6. November 2016, um 18.30 Uhr das Martinsfest im Bonner Münster eröffnet. Im Anschluss an die heilige Messe gibt es einen kleinen Martinszug durch die Basilika in den Kreuzgang, wo der Heilige Martin als römischer Soldat die Gottesdiensteilnehmer begrüßt.
Die Heilige Messe wird musikalisch begleitet vom Blasorchester des Kardinal-Frings-Gymnasiums. Im Kreuzgang stimmen die rund 70 Musiker weitere Martinslieder an, bevor Glühwein und Tee ausgeschenkt werden. Schon am Beginn der Messe erhalten alle Gottesdienstteilnehmer dazu ein Liedheft mit neun verschiedenen Martinsliedern, darunter auch Lieder im bönnschen Dialekt.

 

Einer der größten Martinszüge des Rheinlandes

In diesem Jahr feiert die Kirche den 1700. Geburtstag des Martin von Tours, der einer der Populärsten Heiligen der gesamten westlichen Kirche ist. Der eigentliche Gedenktag heiligen Martin ist der 11. November.  An diesem Tag finden im Bonner Münster um 12.15 Uhr ein Mittagsgebet und um 18.00 Uhr eine Heilige Messe statt. Traditionell am Vorabend des Festes, 10. November 2015, zieht ab 17.15 Uhr der große Bonner Martinszug durch die Innenstadt. Erwartet werden mehr als 4000 Zugteilnehmer und Zuschauer [Pressemelung folgt]. Insgesamt gibt es mehr als 50 kleinere und größere Umzüge in Stadtgebiet. Mehr Informationen und Hintergründe: www.martinszug-bonn.de
 

  

Bonner Münster & Martinskirche

Während die ursprünglichen Patrone des Bonner Münsters die Stadtpatrone Cassius und Florentius sind, ist es für die dazugehörige Kirchengemeinde der heilige Martin. Als Klosterkirche des ehemaligen Cassius-Stiftes war das Münster nie Pfarrkirche. Diese Aufgabe übernahmen unter anderem die Gangolfkirche an der Westseite der Basilika und die Martinskirche, im Osten. Deren Grundriss ist heute noch im Pflaster auf dem Martinsplatz sichtbar.

 

Während der Säkularisation wurden alle Stifte und Klöster aufgelöst und enteignet. Nur Pfarrkirchen waren vor dem Zugriff geschützt. Um das Münster vor den Einfluss Napoleons zu schützen, übernahm die Pfarrei St. Martin das Münster als ihre Pfarrkirche. Und so zog auch der Heilige Martin mit um. Wenn die Basilika auch auf die Stadtpatrone Cassius und Florentius geweiht ist, so bleibt der Heilige Martin als einer der beliebtesten Volkheiligen ein wichtiges und verpflichtendes Erbe für die Gemeinde am Bonner Münster. Seit dem 4. Oktober 2015 trägt das Münster offiziell den Titel der Heiligen „Cassius, Florentius und Martin“.

 

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